Alle Kosten laufen über Kreditoren im 70000er-Bereich. Gehört ein Beleg dort nicht hin, buchst du ihn manuell.

Belegliste im Reiter Prüfen
Zuerst die KI-Analyse lesen
Der Abschnitt KI-Analyse nennt den Grund, warum dieser Beleg überhaupt auf Prüfen liegt — und dieser Grund ist dein Prüfauftrag. Die häufigsten drei:- §13b-Verdacht — die KI hält den Fall für Reverse Charge. Prüf, ob der Sachverhalt das wirklich ist und ob der BU-Schlüssel dazu passt.
- Abweichender Leistungsempfänger — auf der Rechnung steht ein anderer Name als der Mandant. Kann eine Betriebsstätte sein, kann eine private Rechnung sein.
- Monatsübergreifender Leistungszeitraum — die Leistung läuft über den Monatswechsel. Entscheide, in welche Periode sie gehört.

Detailansicht mit der KI-Analyse
Dann Buchungssätze und Belegdaten
Im Bereich Buchungssätze prüfst du Sachkonto, BU-Schlüssel, Betrag und gegebenenfalls die Kostenstelle. Der Restbetrag unter den Zeilen muss auf 0,00 € stehen. Steht dort noch etwas, geht die Buchung nicht auf — bei mehreren Kostenarten teilst du sie über Splitbuchungen auf. Darunter gleichst du die Belegdaten gegen das Belegbild ab. Zwei Felder sind dabei wichtiger als die anderen: Das Belegdatum bestimmt die Periode — ein falsches Datum verschiebt die Buchung in den falschen Monat und damit in die falsche UStVA. Belegfeld 1 trägt die Rechnungsnummer des Lieferanten; fehlt sie, wird die Offene-Posten-Verwaltung in DATEV unbrauchbar und die App erkennt Dubletten schlechter.Deine Checkliste pro Beleg
- Passt das Sachkonto zum Lieferanten und zur Leistung?
- Stimmt der BU-Schlüssel, besonders bei Auslandsbelegen?
- Ist der richtige Kreditor hinterlegt?
- Stimmen Belegdatum und Rechnungsnummer mit dem Belegbild?
- Steht der Restbetrag auf 0,00 €?
Enter oder klicke auf Freigeben. Der Beleg bekommt einen grünen Haken und verschwindet aus der Prüfliste. Weiter geht es mit Pfeil runter zum nächsten — bei einer sauberen Liste arbeitest du so mehrere Belege pro Minute ab.
Wenn du nicht weiterkommst
Du brauchst eine Rückfrage beim Mandanten: Überspringen. Der Beleg bleibt im Workflow, wandert aber nicht in den Stapel. Der Beleg ist eine Dublette: Archivieren. Nicht wegbuchen — sonst hast du den Aufwand doppelt und die Zahlung findet später keinen eindeutigen Beleg. Der Beleg ist unleserlich oder der Sachverhalt unklar: Reiter Manuell, von Hand buchen. Die Belegart ist falsch erkannt — in der Eingangsrechnungsliste liegt eine Ausgangsrechnung oder ein Kontoauszug: In der Kopfzeile über Belegart ändern auf die richtige Art umstellen. Nicht archivieren; der Beleg ist nicht falsch, nur falsch einsortiert, und beim Archivieren fällt er aus dem Prozess. Der Kreditor ist nicht eindeutig zugeordnet — im Gegenkonto steht 70000 · Sammelkonto: Über + Kreditor anlegen im Hinweis der KI-Analyse ein eigenes Kreditorenkonto erzeugen. Der Ablauf steht in Kreditor in DATEV anlegen. Nicht auf dem Sammelkonto freigeben — sonst ist die Offene-Posten-Verwaltung für diesen Lieferanten hin. Die Rechnung betrifft mehrere Monate — Jahreslizenz, Versicherung, Wartungsvertrag: An der Buchungsposition eine Rechnungsabgrenzung einrichten statt den vollen Betrag in einen Monat zu buchen. Der Ablauf steht in Wiederkehrende Buchungen.Aufbau der Belegansicht
Die fünf Bereiche des Bearbeitungsfelds im Detail.
Fehlende Belege anfordern
Rückfragen gebündelt an den Mandanten schicken.

